Welt­was­ser­tag 2020: Dem Pla­ne­ten hel­fen

Es ist wie­der soweit: Auch 2020 war­tet der 29. Welt­was­ser­tag mit inter­es­san­ten Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­ten auf. Gespons­ort von den Ver­ein­ten Natio­nen fin­det der Welt­was­ser­tag jähr­lich am 22. März statt. Die­ses Jahr steht der Akti­ons­tag unter dem Mot­to “Was­ser und Kli­ma­schutz”. Das hat gute Grün­de, denn Was­ser und Kli­ma sind untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den. Immer­hin gilt es als längst erwie­sen, dass sich unser Kli­ma ändert – womög­lich mit dra­ma­ti­schen Fol­gen in nur weni­gen Jahr­zehn­ten. Die Kon­se­quen­zen zeich­nen sich bis­wei­len jetzt schon ab, etwa in Form häu­fi­ger Extrem­wett­ereig­nis­se. Stark­re­gen und Hoch­was­ser hal­ten uns auch hier­zu­lan­de zuneh­mend in Atem und kön­nen aus dem Nichts her­aus auf­tre­ten. Schon jetzt hin­ter­las­sen sie damit jedes Jahr Schä­den in Mil­lio­nen­hö­he.

Glo­bal betrach­tet stellt sich die Lage sogar noch schlim­mer dar. Denn wäh­rend eini­ge Län­der zuneh­mend mit Hoch­was­ser zu kämp­fen haben, macht sich in ande­ren Dür­re breit. Als Spe­zi­es hän­gen wir vom Was­ser ab – wo Brun­nen ver­sie­gen und Bäche aus­trock­nen, kommt das mensch­li­che Leben zum Still­stand. Das wird in Zukunft auch Län­der wie Deutsch­land beschäf­ti­gen, denn auf kurz oder lang wer­den Men­schen aus ihren staub­tro­cke­nen Hei­mat­län­dern flüch­ten und in den Indus­trie­na­tio­nen die­ser Welt Zuflucht suchen. Ohne ver­nünf­ti­ges Was­ser­ma­nage­ment steu­ern wir auf eine huma­ni­tä­re Kri­se zu.

Wie stark die indus­tri­el­le Revo­lu­ti­on unse­ren Pla­ne­ten ver­än­dert hat und immer noch ver­än­dert, zeigt sich an welt­wei­ten Phä­no­me­nen. So machen etwa schmel­zen­de Glet­scher und die lang­sam tau­en­den Pol­kap­pen immer wie­der Schlag­zei­len. Das Was­ser der Pole kann dann die welt­wei­ten Mee­res­strö­mun­gen stö­ren – mit bis­lang unab­seh­ba­ren Fol­gen.

Peo­p­le, Pla­net, Pro­spe­ri­ty, Peace, Part­ner­ship

Der Welt­was­ser­tag hat sich ganz den Zie­len der Agen­da 2030 ver­schrie­ben. Unter den oben genann­ten Kern­punk­ten – Mensch, Pla­net, Wohl­stand, Frie­den und Part­ner­schaft – soll das öko­lo­gi­sche Gleich­ge­wicht der Erde geschützt wer­den. Dabei zie­hen alle Tei­le­neh­mer an einem Strang – ob Indus­trie­na­tio­nen oder Ent­wick­lungs­län­der. Unter dem Dach die­ser Agen­da ist eine Ver­sor­gung mit sau­be­rem Trink­was­ser enorm wich­tig. Immer­hin haben nach wie vor Mil­li­ar­den von Men­schen kei­nen ver­läss­li­chen Zugang zu sau­be­rem Trink­was­ser. Der Kli­ma­wan­del und sei­ne Fol­gen ver­schär­fen die­ses Pro­blem sogar noch, weil bestehen­de Was­ser­vor­kom­men zuneh­mend ver­schmutzt wer­den. Siche­res und nach­hal­ti­ges Was­ser­ma­nage­ment ist des­halb das Gebot der Stun­de.

Am Geld soll­te es dabei nicht schei­tern – ganz im Gegen­teil. Die Ver­ein­ten Natio­nen ver­wei­sen im Sin­ne des Welt­was­ser­tags immer wie­der dar­auf, dass der Kampf gegen den Kli­ma­wan­del nicht Wirt­schafts­zwei­ge zer­stö­ren, son­dern neue schaf­fen soll. Die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit sind eben auch eine Her­aus­for­de­rung für Erfin­der, Ent­wick­ler oder schlicht jene, die ihre bestehen­de Bran­che der Situa­ti­on anpas­sen kön­nen.

Kli­ma­schutz ist Auf­ga­be von uns allen

Ein Kern­punkt der Agen­da 2030 ist, dass alle Betei­lig­ten in einem Boot sit­zen. Tat­säch­lich fällt es in einer Indus­trie­na­ti­on wie Deutsch­land leicht, Dür­re und schmut­zi­ges Trink­was­ser als Pro­blem armer Län­der abzu­schrei­ben. Aller­dings wäre unse­re Was­ser­ver­sor­gung ohne einen enor­men Auf­wand gar nicht mög­lich. So sind auch Lei­tun­gen hier­zu­lan­de kei­nes­wegs immun gegen Kei­me und Ver­un­rei­ni­gun­gen. Jeder Ein­zel­ne kann des­halb einen Bei­trag schon dann leis­ten, wenn etwa kein Haus­müll in Abwas­ser­lei­tun­gen ent­sorgt wird. Dar­über hin­aus fin­den Sie im Netz Lis­ten mit Lebens­mit­teln und dem Was­ser­ver­brauch, der hin­ter ihnen steckt. Hät­ten Sie gewusst, dass für ein Kilo­gramm Kakao rund 27.000 Liter Was­ser nötig sind? Die­ser soge­nann­te “pas­si­ve Was­ser­ver­brauch” ist ein Neben­ef­fekt der Kon­sum­ge­sell­schaft und war­tet mit bis­wei­len erschre­cken­den Zah­len auf.

Wie wich­tig Was­ser für uns alle ist, zeigt sich in die­sen Tagen natür­lich auch im Zuge der Coro­na-Kri­se. Hygie­ne sind in die­sen Tagen das A und O. Neben regel­mä­ßi­ger Des­in­fek­ti­on bedeu­tet das in der Regel: Hän­de waschen. Zwar las­sen sich in Erman­ge­lung noch kei­ne ein­deu­ti­gen Aus­sa­gen zum Infek­ti­ons­ri­si­ko durch Was­ser tref­fen. Die Bun­des­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin schätzt aber, dass eine Über­tra­gung “sehr unwahr­schein­lich” ist. Arbei­ten in und um das Abwas­ser­rohr wer­den also vom Coro­na-Spuk ver­schont blei­ben.

Im eige­nen Haus kön­nen Sie mit ein­fa­chen Maß­nah­men Ihre Trink­was­ser­ver­sor­gung ver­bes­sern. Dazu zählt vor allem die War­tung und Instand­hal­tung von Ent­wäs­se­rungs­an­la­gen, aber auch der Schutz vor Rück­stau im Fal­le eines Hoch­was­sers. In Zukunft wer­den wir uns auch hier­zu­lan­de auf stär­ke­re und häu­fi­ge­re Extrem­wet­ter ein­stel­len müs­sen. Im Sin­ne des Was­ser­tag-Mot­tos “Was­ser und Kli­ma­schutz” ist es rat­sam, jetzt vor­zu­sor­gen – und nicht erst, wenn es schon zu spät ist.

Bei Rück­fra­gen kön­nen Sie sich wäh­rend unse­rer Büro­zei­ten (Mo.-Fr. zwi­schen 07:00–16:30 Uhr) jeder­zeit an uns wen­den. Wäh­len Sie dafür ein­fach unse­re kos­ten­lo­se Hot­line 08000–699007. Unser Not- und Stö­rungs­dienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Ver­fü­gung. Wir freu­en uns auf Ihren Anruf!

Ähn­li­che Bei­trä­ge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

keyboard_arrow_up