Manuelles Hochwasserfenster für Überschwemmungen. Wasserdichte Kellerfenster haben viele Vorteile gegenüber regulären Fenstern.

Hochwasserfenster: Überflutungen wirksam vorbeugen

Extremwetter und Überschwemmungen nehmen zu: Spätestens seit der letzten „Jahrhundertflut“ oder wiederholten und mittlerweile regelmäßigem „Jahrhundertregen“sollte auch den größten Zweiflern klar sein, dass es sich längst nicht mehr um „Jahrhundertereignisse“ handelt. Vielmehr kommt es inzwischen fast jährlich zu einer dramatischen Flut oder einem Starkregen. Nicht mitgerechnet sämtliche kleinen Überschwemmungen oder Rohrbrüche, die mit einem Hochwasserfenster bei weitem nicht so tragisch wären. Das Nachrüsten von wasserdichten Kellerfenstern ist also in jedem Fall eine lohnende und gute Investition – selbst, wenn Sie nicht unmittelbar an einem Fluss leben. Welchen Unterschied das richtige Fenster machen kann, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Alles spricht für das Nachrüsten bei Kellerfenstern

Die Gründe für die heftigen Überschwemmungen der letzten Jahre sind vielfältig. Jedoch sind es nicht nur die Klimaveränderungen, die eine Rolle spielen. Immer noch werden Überflutungswiesen bebaut und in Städten und Dörfern die Böden bis zum Maximum versiegelt. In der Folge kann das Wasser unter besonderen Umständen nicht mehr abfliessen, da meist auch Überlaufbecken und städtische Abflusssysteme nicht auf außergewöhnliche Wassermassen vorbereitet sind. Selbst in Regionen die scheinbar hochwassersicher sind, kommt es immer häufiger zu Überschwemmungen. Das Nachrüsten von hochwasserbeständigen Kellerfenstern und Kellereingangstüren ist also dringendst zu empfehlen.

Welchen Unterschied gibt es zwischen wasserdichten und hochwasserbeständigen Hochwasserfenstern?

Bevor Sie das erstbeste Angebot für scheinbar wasserdichte Fenster annehmen, sollten Sie sich über Besonderheiten bei entsprechend wasserdichten Kellerfenstern informieren. Dazu gehört zunächst einmal, dass Sie zwischen „wasserdicht“ und „hochwasserbeständig“ unterscheiden müssen.

Von einem „wasserdichten“ Kellerfenster wird gesprochen, wenn über einen Zeitraum von 24 Stunden kein Wasser in das Fenster eindringen kann.

Kellerfenster, die hochwasserbeständig sind, lassen eine gewisse Menge an Wasser in die Räumlichkeiten eindringen. Wie viel Wasser innerhalb dieser 24 Stunden eindringen darf, hängt auch von der Fenstergröße ab.

Wie werden die Dichtheitswerte bei Kellerfenstern angegeben?

Ausschlaggebend ist der Fenstersims, also der untere abschließende Fensterbereich. Von hier wird nach oben in Zentimetern angegeben, inwieweit ein Fenster wasserdicht oder hochwasserbeständig ist, also zum Beispiel 80 cm über Sims, 200 cm über Sims usw. Das hängt damit zusammen, dass der Druck im Wasser mit steigendem Wasserstand zunimmt. Aus diesem Grund sind viele wasserdichte und hochwasserbeständige Kellerfenster aus Acrylglas. Die Werte für „wasserdicht“ und „hochwasserbeständig“ müssen nicht übereinstimmen! Fragen Sie daher immer nach beiden Angaben, falls nur eine ersichtlich ist.

Welche Hochwasserfenster gibt es?

Wasserdichte Kellerfenster können Sie ganz nach Ihrem persönlichen Bedarf auswählen. Es gibt beispielsweise wasserdichte Kellerfenster, die sich nach oben und außen öffnen lassen. Das hat den Vorteil, dass ein eventuelles Hochwasser das geschlossene Fenster noch fester in den Rahmen presst. Daneben gibt es aber auch große wasserdichte Fenster, die sich entweder manuell oder automatisch schließen lassen. Solche Fenster bestehen oft aus dem bereits erwähnten Acrylglas und besitzen mittig ein weiteres Be- und Entlüftungsfenster, das bei einem darunterliegenden Wasserstand noch zu öffnen ist.

Daneben gibt es noch Fenster, die wie gewöhnliche Kellerfenster aussehen und sich auch nach innen öffnen lassen. Der Unterschied ist im Innern dieser wasserdichten Fenster zu suchen: die Rahmen bestehen oftmals aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff, während das Fenster bis zu 15 oder gar 20 Verriegelungspunkte zum Rahmen aufweist. Die letzte große Gruppe wasserdichter und hochwasserbeständiger Fenster sind die Kellerfenster, die sich überhaupt nicht öffnen lassen.

Muss bei wasserdichten Kellerfenstern auf andere Vorzüge verzichtet werden?

Viele Hausbesitzer befürchten, dass wasserdichte Hochwasserfenster bei anderen Punkten weniger gut abschneiden. Also zum Beispiel dem Einbruchschutz. Der ist zum Teil aber sogar besser als der von herkömmlichen Kellerfenstern. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wärmedämmung. Der die Wärmedämmung angebende UG-Wert entspricht bei den meisten wasserdichten Kellerfenstern dem von hochwertigen Isoliergläsern. Im Prinzip schlagen Sie also mindestens drei Fliegen mit einer Klappe.

  • wasserdicht und hochwasserbeständig
  • über die Maßen einbruchsicher
  • derselbe hohe Energieeinsparnutzen wie Wärmeschutzglas

Dazu kommt bei vielen wasserdichten Kellerfensterbaureihen ein modernes, unauffälliges Design.

Tipps & Tricks

Den Einbau von hochwasserbeständigen und wasserdichten Kellerfenstern sollten Sie dem kompetenten Experten überlassen. Denn es nützt Ihnen nicht, wenn das Fenster, nicht aber der Bereich zwischen Laibung und Fensterrahmen dicht ist.

Greifen Sie ausschließlich auf Markenfenster renommierter Fenster- oder Spezialfensterhersteller zurück.

Beauftragen Sie gegebenenfalls einen Fachmann, sich Ihren Keller vor Ort anzusehen. Unter Umständen kann er Ihnen noch weitere Tipps und bauliche Möglichkeiten, wie beispielsweise den Einbau von Rückstauverschlüssen, für einen umfassenden Wasser- und Hochwasserschutz.


Haben Sie Probleme bei der Installation Ihres Hochwasserfensters oder Fragen zur Wartung? Teilen Sie uns Ihre Fragen oder Anregungen gerne mit – wir freuen uns auf Ihre Nachricht oder Ihren Kommentar!

Bei Rückfragen können Sie sich während unserer Bürozeiten (Mo.-Fr. zwischen 07:00-17:00 Uhr) jederzeit an uns wenden. Wählen Sie dafür einfach unsere kostenlose Hotline 08000-699007. Unser Not- und Störungsdienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

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