Der inter­na­tio­na­le Tag zur Ver­hin­de­rung von Natur­ka­ta­stro­phen: Aktu­ell wie nie

Am 13. Okto­ber haben die Ver­ein­ten Natio­nen (UN) mit dem Inter­na­tio­na­len Tag zur Ver­hin­de­rung von Natur­ka­ta­stro­phen auf wich­ti­ge Pro­ble­me unse­rer Zeit auf­merk­sam gemacht. Die­ses Jahr steht der Tag unter dem Ban­ner der “Sen­dai 7”-Kampagne. Mit Sen­dai 7 wol­len die UN durch­set­zen, dass kri­ti­sche Infra­struk­tur welt­weit bis 2030 nicht mehr von Natur­ka­ta­stro­phen betrof­fen ist. UN-Gene­ral­se­kre­tär Antó­nio Guter­res wird dafür wie folgt zitiert:

“Infra­struk­tur mehr kli­ma­re­sis­tent zu machen kann einen Kos­ten-Nut­zen-Fak­tor von etwa sechs zu eins haben. Für jeden inves­tier­ten Dol­lar kön­nen sechs gespart wer­den. Das bedeu­tet, dass Kli­ma­re­sis­tenz Arbeits­plät­ze schafft und Geld spart.” – frei über­setzt aus dem Eng­li­schen

1989 ins Leben geru­fen fin­det der Akti­ons­tag heu­te bereits zum 30. Mal statt. Gera­de jetzt ist er aktu­el­ler denn je. Inmit­ten von Pro­tes­ten zum Kli­ma­schutz ist das The­ma Kata­stro­phen­schutz in den Medi­en immer prä­sent und eine der drän­gends­ten Fra­gen unse­rer Zeit.

Wenn Natur­ka­ta­stro­phen All­tag wer­den

Die Gefahr von Natur­ka­ta­stro­phen geht dabei weit über Erd­be­ben und Vul­kan­aus­brü­che hin­aus. Gera­de in unse­ren Gefil­den macht sich der Kli­ma­wan­del der­zeit vor allem durch ver­stärk­te Extrem­wet­ter bemerk­bar. Auch hier ist Vor­sor­ge alles, denn Stark­re­gen, Über­schwem­mun­gen und Erd­rut­sche kön­nen jeden tref­fen. Trotz moder­ner Tech­no­lo­gie ist das Wet­ter nahe­zu unvor­her­seh­bar. So ist es zwar mög­lich, die Wahr­schein­lich­keit von Regen zu berech­nen. Wo die­ser Regen her­un­ter­kommt und wie stark er ist, kann aller­dings vom Modell stark abwei­chen. Dann reicht mit­un­ter schon ein kur­zer Stark­re­gen und aus einem Bäch­lein wird ein rei­ßen­der Fluss.

Ken­nen Sie Ihr Risi­ko

Der­zeit gibt es noch kei­ne ver­läss­li­che Tech­no­lo­gie, um das Wet­ter zu steu­ern – ambi­tio­nier­te Ver­su­che die­ser Art aus Chi­na haben bes­ten­falls umstrit­te­ne Ergeb­nis­se pro­du­ziert. Wenn der Regen fällt, dann fällt er nun mal – wir Men­schen haben dar­auf kei­nen Ein­fluss. Wich­tig ist bei all­dem aber auch: Sie sind bei Natur­ka­ta­stro­phen nicht schutz­los auf sich allein gestellt. Die Fol­gen von Extrem­wet­ter hän­gen immer auch davon ab, wie gut das betrof­fe­ne Gebiet geschützt ist. Das fängt schon damit an, Ihr Risi­ko zu ken­nen. Hier hel­fen bei­spiels­wei­se soge­nann­te Stark­re­gen­kar­ten. Für sol­che Kar­ten wird die Topo­lo­gie rea­ler Städ­te in ein Com­pu­ter­mo­dell über­führt, wel­ches dann poten­zi­ell beson­ders ris­kan­te Gebie­te errech­net. Stark­re­gen­kar­ten wer­den mitt­ler­wei­le in immer mehr Städ­ten ein­ge­setzt und sind für Bür­ger frei ein­seh­bar – in die­sem Arti­kel haben wir alles Wich­ti­ge für Sie zusam­men­ge­fasst.

Wäh­rend Stark­re­gen­kar­ten einen gene­rel­len Über­blick geben, nimmt der soge­nann­te Hoch­was­ser­pass das indi­vi­du­el­le Risi­ko für Über­schwem­mun­gen stär­ker unter die Lupe. Der Pass bezieht eine Viel­zahl von Fak­to­ren ein und gibt eine sehr detail­lier­te Zusam­men­fas­sung Ihres Risi­kos und Scha­dens­po­ten­zi­als wider. Wie genau das abläuft, erfah­ren Sie hier.

Natur­ka­ta­stro­phen: Vor­sor­ge ist alles

Unge­schütz­te Gebäu­de kom­men meist mit einer Viel­zahl von Schwach­stel­len und Ein­falls­to­ren für Über­schwem­mun­gen daher. Beson­ders mar­kant ist dabei der Kel­ler. Häu­fig als Lager­platz oder Wohn­raum genutzt, kön­nen hier enor­me Wer­te in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wer­den. Behäl­ter mit Ölen, Fet­ten oder Far­ben kön­nen dabei rei­ßen und die Bau­sub­stanz schä­di­gen. Die Fol­ge­kos­ten sind oft enorm. Und noch einen Grund gibt es, war­um Kel­ler oft ein wun­der Punkt sind: Per Gesetz ist jeder Haus­be­sit­zer bei Rück­stau­e­reig­nis­sen für den eige­nen Kel­ler ver­ant­wort­lich. Ist kei­ne Rück­stau­si­che­rung vor­han­den, blei­ben Sie wahr­schein­lich auf den Kos­ten sit­zen. Im Sin­ne von Gene­ral­se­kre­tär Guter­res Zitat über­stei­gen die Fol­ge­kos­ten einer nicht vor­han­de­nen Rück­stau­si­che­rung die Kos­ten ver­nünf­ti­ger Schutz­maß­nah­men bei Wei­tem.

Neben den Rohr­lei­tun­gen kön­nen Sie aber auch aller­hand ande­re Schwach­stel­len am Gebäu­de vor Natur­ka­ta­stro­phen schüt­zen. Kel­ler­fens­ter, Licht­schäch­te und gan­ze Türen gibt es mitt­ler­wei­le hoch­was­ser­fest für Was­ser­spie­gel bis zu meh­re­ren Metern.

Inter­na­tio­na­ler Tag zur Ver­hin­de­rung von Natur­ka­ta­stro­phen – eine wich­ti­ge Erin­ne­rung

Eines der größ­ten Risi­ken bei Natur­ka­ta­stro­phen ist Unwis­sen­heit. Stark­re­gen und Über­schwem­mun­gen müs­sen Sie hier­zu­lan­de nicht aus­ge­lie­fert sein, und jeder Haus­be­sit­zer kann aktiv einen Bei­trag dazu leis­ten, die Fol­ge­schä­den sol­cher Ereig­nis­se zu min­dern. Der Inter­na­tio­na­le Tag zur Ver­hin­de­rung von Natur­ka­ta­stro­phen ist des­halb vor allem eins: Eine Erin­ne­rung dar­an, dass wir glo­bal im glei­chen Schiff sit­zen und mit etwas Vor­sor­ge die Zukunft bes­ser meis­tern kön­nen.

Wol­len Sie Ihren Hoch­was­ser­schutz auf­bes­sern? Tei­len Sie uns Ihre Fra­gen oder Anre­gun­gen ger­ne mit – wir freu­en uns auf Ihre Nach­richt oder Ihren Kom­men­tar!


Bei Rück­fra­gen kön­nen Sie sich wäh­rend unse­rer Büro­zei­ten (Mo.-Fr. zwi­schen 07:00–16:30 Uhr) jeder­zeit an uns wen­den. Wäh­len Sie dafür ein­fach unse­re kos­ten­lo­se Hot­line 08000–699007. Unser Not- und Stö­rungs­dienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Ver­fü­gung. Wir freu­en uns auf Ihren Anruf!

 

 

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