Der internationale Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen: Aktuell wie nie

Am 13. Oktober 2019 haben die Vereinten Nationen (UN) mit dem Internationalen Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen auf wichtige Probleme unserer Zeit aufmerksam gemacht. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Banner der “Sendai 7”-Kampagne. Mit Sendai 7 wollen die UN durchsetzen, dass kritische Infrastruktur weltweit bis 2030 nicht mehr von Naturkatastrophen betroffen ist. UN-Generalsekretär António Guterres wird dafür wie folgt zitiert:

“Infrastruktur mehr klimaresistent zu machen kann einen Kosten-Nutzen-Faktor von etwa sechs zu eins haben. Für jeden investierten Dollar können sechs gespart werden. Das bedeutet, dass Klimaresistenz Arbeitsplätze schafft und Geld spart.” – frei übersetzt aus dem Englischen

1989 ins Leben gerufen findet der Aktionstag heute bereits zum 30. Mal statt. Gerade jetzt ist er aktueller denn je. Inmitten von Protesten zum Klimaschutz ist das Thema Katastrophenschutz in den Medien immer präsent und eine der drängendsten Fragen unserer Zeit.

Wenn Naturkatastrophen Alltag werden

Die Gefahr von Naturkatastrophen geht dabei weit über Erdbeben und Vulkanausbrüche hinaus. Gerade in unseren Gefilden macht sich der Klimawandel derzeit vor allem durch verstärkte Extremwetter bemerkbar. Auch hier ist Vorsorge alles, denn Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche können jeden treffen. Trotz moderner Technologie ist das Wetter nahezu unvorhersehbar. So ist es zwar möglich, die Wahrscheinlichkeit von Regen zu berechnen. Wo dieser Regen herunterkommt und wie stark er ist, kann allerdings vom Modell stark abweichen. Dann reicht mitunter schon ein kurzer Starkregen und aus einem Bächlein wird ein reißender Fluss.

Kennen Sie Ihr Risiko

Derzeit gibt es noch keine verlässliche Technologie, um das Wetter zu steuern – ambitionierte Versuche dieser Art aus China haben bestenfalls umstrittene Ergebnisse produziert. Wenn der Regen fällt, dann fällt er nun mal – wir Menschen haben darauf keinen Einfluss. Wichtig ist bei alldem aber auch: Sie sind bei Naturkatastrophen nicht schutzlos auf sich allein gestellt. Die Folgen von Extremwetter hängen immer auch davon ab, wie gut das betroffene Gebiet geschützt ist. Das fängt schon damit an, Ihr Risiko zu kennen. Hier helfen beispielsweise sogenannte Starkregenkarten. Für solche Karten wird die Topologie realer Städte in ein Computermodell überführt, welches dann potenziell besonders riskante Gebiete errechnet. Starkregenkarten werden mittlerweile in immer mehr Städten eingesetzt und sind für Bürger frei einsehbar – in diesem Artikel haben wir alles Wichtige für Sie zusammengefasst.

Während Starkregenkarten einen generellen Überblick geben, nimmt der sogenannte Hochwasserpass das individuelle Risiko für Überschwemmungen stärker unter die Lupe. Der Pass bezieht eine Vielzahl von Faktoren ein und gibt eine sehr detaillierte Zusammenfassung Ihres Risikos und Schadenspotenzials wider. Wie genau das abläuft, erfahren Sie hier.

Naturkatastrophen: Vorsorge ist alles

Ungeschützte Gebäude kommen meist mit einer Vielzahl von Schwachstellen und Einfallstoren für Überschwemmungen daher. Besonders markant ist dabei der Keller. Häufig als Lagerplatz oder Wohnraum genutzt, können hier enorme Werte in Mitleidenschaft gezogen werden. Behälter mit Ölen, Fetten oder Farben können dabei reißen und die Bausubstanz schädigen. Die Folgekosten sind oft enorm. Und noch einen Grund gibt es, warum Keller oft ein wunder Punkt sind: Per Gesetz ist jeder Hausbesitzer bei Rückstauereignissen für den eigenen Keller verantwortlich. Ist keine Rückstausicherung vorhanden, bleiben Sie wahrscheinlich auf den Kosten sitzen. Im Sinne von Generalsekretär Guterres Zitat übersteigen die Folgekosten einer nicht vorhandenen Rückstausicherung die Kosten vernünftiger Schutzmaßnahmen bei Weitem.

Neben den Rohrleitungen können Sie aber auch allerhand andere Schwachstellen am Gebäude vor Naturkatastrophen schützen. Kellerfenster, Lichtschächte und ganze Türen gibt es mittlerweile hochwasserfest für Wasserspiegel bis zu mehreren Metern.

Internationaler Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen – eine wichtige Erinnerung

Eines der größten Risiken bei Naturkatastrophen ist Unwissenheit. Starkregen und Überschwemmungen müssen Sie hierzulande nicht ausgeliefert sein, und jeder Hausbesitzer kann aktiv einen Beitrag dazu leisten, die Folgeschäden solcher Ereignisse zu mindern. Der Internationale Tag zur Verhinderung von Naturkatastrophen ist deshalb vor allem eins: Eine Erinnerung daran, dass wir global im gleichen Schiff sitzen und mit etwas Vorsorge die Zukunft besser meistern können.

Wollen Sie Ihren Hochwasserschutz aufbessern? Teilen Sie uns Ihre Fragen oder Anregungen gerne mit – wir freuen uns auf Ihre Nachricht oder Ihren Kommentar!

Bei Rückfragen können Sie sich während unserer Bürozeiten (Mo.-Fr. zwischen 07:00-17:00 Uhr) jederzeit an uns wenden. Wählen Sie dafür einfach unsere kostenlose Hotline 08000-699007. Unser Not- und Störungsdienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

 

 

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