Gefahrenkompass: So überprüfen Sie Ihr persönliches Risiko

Klar: Einrichtungen zum Hochwasserschutz gibt es nicht ohne Grund. Wer schon einmal mit ansehen musste, wie das eigene Hab und Gut im Wasser versinkt, weiß davon ein Lied zu singen. Aber wie soll man überhaupt damit rechnen, dass es zur Überschwemmung kommen kann?

Grundsätzlich kann es immer zu Rückstau kommen – wie hoch Ihr persönliches Risiko ist, lässt sich anhand des sogenannten Gefahrenkompass herausfinden. Dieses äußerst nützlich Online-Tool markiert Überschwemmungs- und Risikogebiete. Schauen Sie doch mal nach, ob Sie in einem solchen Leben! Der größte Nachteil am Gefahrenkompass ist, dass er sich momentan auf Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Thüringen beschränkt.

Neben der Hochwassergefahr gibt der Gefahrenkompass auch Einblick in detaillierte Auflistungen der einzelnen Gefahrenquellen, beispielsweise Blitzschlag, Erdbeben und Sturm/Hagel. Starkregenwerte sind theoretisch einsehbar, im Test allerdings weigert sich das Tool, diese auch aunzuzeigen. Womöglich liegen für diese Kategorie aktuell keine verwendbaren Daten vor oder das Projekt wurde eingestampft. Blitz, Sturm und Erdbeben funktionieren dafür trotz der eingangs erwähnten Beschränkung auf 4 Bundesländer deutschlandweit. Dafür müssen Sie lediglich eine Adresse der zulässigen Bundesländer angeben, damit die Einfärbe-Funktion der Karte überhaupt erst aktiviert wird. Diese ist dafür einigermaßen fein granuliert.

Begriffsbestimmung: Überschwemmung

Überschwemmung ist die Überflutung des Grund und Bodens mit erheblichen Mengen von Oberflächenwasser durch Ausuferung von oberirdischen (stehenden oder fließenden) Gewässern, Witterungsniederschläge oder Austritt von Grundwasser an die Erdoberfläche.

Begriffsbestimmung: Rückstau

Rückstau liegt vor, wenn Wasser durch Ausuferung von oberirdischen (stehenden oder fließenden) Gewässern oder durch Witterungsniederschläge bestimmungswidrig aus dem gebäudeeigenen Rohrsystem oder dessen zugehörigen Einrichtungen austritt.

Herr Wiethmann, Sie haben sich auf Rückstausysteme spezialisiert. Welche präventiven Schutzmaßnahmen können ergriffen werden, um einen Rückstau wirksam zu verhindern?

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Von einfachen Rückstauklappen, Rückstauautomaten, Rückstaupumpsysteme, Hebeanlagen, Pumpstationen und vieles mehr.
Das alles hängt jedoch mit den örtlichen Gegebenheiten zusammen. Rückstauschutz ist keine Sache aus dem Katalog. Genau wie der Bau eines Hauses. Daher ist immer ein vor Ort Termin notwendig. In diesem Termin machen wir uns ein Bild von der Situation, um dann die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Das kann von einer zuvor notwendigen Zustand- und Funktionsprüfung (Rückstaurelevanten-TV-Befahrung) der vorhandenen Abwasserleitungen bis zu schon ganz konkreten Umsetzungsmöglichkeiten gehen. Genau darauf haben wir uns spezialisiert.

Machen Sie sich ein Lagebild – der Kompass Naturgefahren

Über das gleichnamige Internetportal werden Sie bestens informiert, inwieweit Sie vor Ort von Elementarereignissen bedroht sind. Das Portal erreichen Sie über diesen Link.

Herr Wiethmann, Sie und Ihr Team haben bereits unzählige Pumpstationen und Rückstauhebeanlagen eingebaut bzw. gewartet. Was sind die größten Fehler, die Betreiber und Installationsbetriebe solcher Anlagen machen?

Wenn ich eine Rangliste aufstellen darf sind es: Fehlende Wartung der Anlagen, Eigenreperaturversuche von ungeschulten Personen, fehlerhafter Einbau der Anlagen, fehlende Inbetriebnahme und Einweisung in die Anlagen.

Obliegenheiten: Was Sie als Versicherungsnehmer zwingend zu beachten haben, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden

Zur Vermeidung von Überschwemmungs– bzw. Rückstauschäden hat der Versicherungsnehmer Rückstausicherungen stets funktionsbereit zu halten und Abflussleitungen auf dem Versicherungsgrundstück freizuhalten.

Folgen der Obliegenheitsverletzung

Verletzt der Versicherungsnehmer eine der genannten Obliegenheiten, ist der Versicherer zur Kündigung berechtigt oder auch ganz oder teilweise leistungsfrei (vgl. § 58 VVG).

Ein starkes Team

Nutzen Sie unsere Kompetenzen und Erfahrungen, um Ihr Objekt vor dem nächsten Zwischenfall ordentlich zu wappnen.

Bei Rückfragen können Sie sich während unserer Bürozeiten (Mo.-Fr. zwischen 07:00-17:00 Uhr) jederzeit an uns wenden. Wählen Sie dafür einfach unsere kostenlose Hotline 08000-699007. Unser Not- und Störungsdienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

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