The­ma Was­ser­knapp­heit: Was­ser spa­ren – aber wie?

Jähr­lich kehrt der Welt­was­ser­tag wie­der und warnt vor den Gefah­ren der Was­ser­knapp­heit. Davon sind auch wir in Deutsch­land nicht geschützt – extre­me Hit­ze etwa ist hier­zu­lan­de ein wie­der­keh­ren­des Phä­no­men und hin­ter­lässt ihre Spu­ren noch für lan­ge Zeit.

In Ihrem Bericht “Was­ser­knapp­heit und Dür­re in der Euro­päi­schen Uni­on” geht die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on ein­ge­hend auf Was­ser­knapp­heit und Dür­re auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent ein. Dür­re bezeich­net dabei einen vor­über­ge­hen­den Was­ser­man­gel wäh­rend Was­ser­knapp­heit bedeu­tet, dass mehr Was­ser ver­braucht wird als nach­hal­tig beschafft wer­den kann. Dem­nach wird der Was­ser­ver­brauch in Euro­pa bis zum Jahr 2030 um 16% zuneh­men – und das, obwohl schon jetzt 17% der euro­päi­schen Land­flä­che und 11% der Bevöl­ke­rung unter Was­ser­man­gel lei­det. Zu den wirt­schaft­li­chen Grün­den für den enorm hohen Ver­brauch wird der Kli­ma­wan­del in den kom­men­den Jahr­zehn­ten sein Übri­ges tun – die ers­ten Aus­wir­kun­gen davon sind jetzt schon zu spü­ren.

Was tun gegen Was­ser­knapp­heit?

Da ist es nicht ver­wun­der­lich, dass die The­men Dür­re und Was­ser­knapp­heit jetzt schon in den Köp­fen ent­geis­ter­ter Leser des UN-Berichts her­um­spu­ken – was tun gegen Was­ser­man­gel? Hier besteht die Gefahr, an der fal­schen Stel­le anzu­set­zen. Denn oft­mals ver­ste­cken sich hin­ter guten Absich­ten unan­ge­neh­me Neben­ef­fek­te, die bei­spiels­wei­se die berühm­te Spar­tas­te an der Toi­let­te betref­fen. In Deutsch­land hat sie schon lan­ge ihren Sie­ges­zug ange­tre­ten, dabei kann die Spar­funk­ti­on bei per­ma­nen­ter Nut­zung eini­ges an Scha­den anrich­ten. So kann man­gel­haf­tes Durch­spü­len der Roh­re dazu füh­ren, dass Fäka­li­en nicht ver­nünf­tig abtrans­por­tiert wer­den und sich im Rohr abla­gern.

Auch das öffent­li­che Kanal­netz ist von sol­chen Pro­blem geplagt, denn die Abwäs­ser stel­len auf­grund von Bak­te­ri­en­ent­wick­lung ein aku­tes Gesund­heits­ri­si­ko dar. Wenig hilf­reich ist es dann, wenn statt der übli­chen 16 Liter nur 3 aus der Toi­let­te kom­men. Eini­ge Städ­te sind daher mitt­ler­wei­le dazu über­ge­gan­gen, die Roh­re mit fri­schem Was­ser durch­zu­spü­len. Der Effekt der Spar­tas­te ist damit gleich null. Trotz­dem kann jeder ein­zel­ne etwas tun, wenn mög­li­cher­wei­se eine Dür­re­pe­ri­ode droht.

Was­ser spa­ren geht auch anders

Rich­ti­ges Was­ser­spa­ren fängt häu­fig nicht bei der Toi­let­te an, son­dern in unse­rem Kon­sum­ver­hal­ten. Denn das, was man all­ge­mein als “vir­tu­el­les Was­ser” bezeich­net, ist Was­ser, das wir pas­siv über unse­re Pro­duk­te ver­brau­chen. Häu­fig ist Ver­brau­chern gar nicht bewusst, wel­cher Res­sour­cen­ver­brauch etwa hin­ter einem Stück Rind­fleisch steckt – 16.000 Liter Was­ser für ein Kilo. Hin­ter der Tas­se Kaf­fee ver­ber­gen sich immer­hin noch knap­pe 140 Liter. Auf­fal­lend ist auch der Trend zu einem höhe­ren Was­ser­ver­brauch in süd­eu­ro­päi­schen Län­dern etwa dann, wenn in einer ohne­hin heis­sen und von Was­ser­knapp­heit geplag­ten Regi­on wie Spa­ni­en mas­sen­wei­se Erd­bee­ren ange­baut wer­den. Auch der zuneh­men­de Tou­ris­mus in sol­chen Regio­nen stei­gert den Was­ser­ver­brauch enorm. Eine Sen­si­bi­li­sie­rung der Tou­ris­ten für das Pro­blem tritt dort häu­fig hin­ter finan­zi­el­len Inter­es­sen zurück.

Auch außer­halb des hei­mi­schen Kühl­schranks kön­nen Sie aktiv etwas gegen Was­ser­ver­schwen­dung tun. So kann schon eine regel­mä­ßi­ge Prü­fung Ihrer Ent­wäs­se­rungs­an­la­gen und Was­ser­häh­ne einen akti­ven Bei­trag leis­ten, denn gro­ße Men­gen Was­ser trop­fen auch durch Lecks in deut­schen Rohr­lei­tun­gen. Davon sind sowohl öffent­li­che Kanal­net­ze betrof­fen wie pri­va­te Anla­gen. Zusätz­lich zur Was­ser­ein­spa­rung tun Sie mit einer gut gewar­te­ten Ent­wäs­se­rungs­an­la­ge auch noch etwas für die Umwelt – in man­chen Regio­nen Deutsch­lands ist das sogar so vor­ge­schrie­ben.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Ronny Kreuzberg
    16. März 2025 15:00

    Man kann auf der Toi­let­te Was­ser spa­ren, wenn man ein­fach anfängt, eine Kom­post­toi­let­te zu benut­zen. Das wirkt sich lang­fris­tig auch posi­tiv auf den Gar­ten aus, vor allem in Kom­bi­na­ti­on mit Pflan­zen­koh­le.

    Antworten
    • Rückstauprofi
      31. März 2025 11:50

      Vie­len Dank für Ihren Kom­men­tar, Ron­ny!

      Sie spre­chen einen inter­es­san­ten und inno­va­ti­ven Ansatz an. Kom­post­toi­let­ten sind tat­säch­lich eine nach­hal­ti­ge Alter­na­ti­ve, mit der sich nicht nur Was­ser ein­spa­ren lässt, son­dern die auch zur Boden­ver­bes­se­rung bei­tra­gen kann – ins­be­son­de­re in Kom­bi­na­ti­on mit Pflan­zen­koh­le. Die­se Pra­xis wird bereits in eini­gen Per­ma­kul­tur-Kon­zep­ten erfolg­reich ange­wen­det und zeigt, wie Kreis­lauf­wirt­schaft im Klei­nen funk­tio­nie­ren kann.

      Vie­len Dank für Ihren wert­vol­len Bei­trag zur Dis­kus­si­on rund ums Was­ser­spa­ren!

      Mit freund­li­chen Grü­ßen,

      Ihr Team von Rück­stau­pro­fi

      Antworten

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