Ein Blick über die Schultern: Baustellenreferenzbericht mit Kessel

Schutz vor Überflutungsschäden durch Rückstaupumpe – eine effektive Lösung für Einfamilienhaus gegen Starkregenereignisse

Durch klimatische Veränderungen kommt es immer häufiger zu Hochwasser und Starkregenereignissen. Die sintflutartigen Regenfälle verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe und bedrohen Existenzen. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht bereits die Hälfte aller Überflutungsschäden auf Starkregen zurück. Dabei kann jeder von derartigen Überschwemmungen betroffen sein, auch an Hanglagen und fernab von Flüssen. Versicherungen und Kommunen verlangen daher von Hausbesitzern und Bauherren, sich wirkungsvoll vor Rückstau und damit einhergehenden Schäden zu schützen. Auch Familie Urban aus Marl in Nordrhein-Westfalen war in der Vergangenheit bereits mehrmals von Starkregen- und damit verbundenen Rückstauereignissen betroffen und suchte daher nach einer effektiven Lösung.

Starkregenereignisse fordern Lösungen

Öffentliche Misch- und Regenwasserkanäle sind aus wirtschaftlichen Gründen oft nicht so dimensioniert, dass sie jeden außergewöhnlichen Regen einwandfrei ableiten können. Somit kommt es bei Starkregen häufig zu Stau im Kanal und Rückstau in den Anschlussleitungen. Das Abwasser drückt dann zurück durch die Ablaufstellen in tieferliegende Räume und Keller, die sich unterhalb der Rückstauebene (Straßenoberkante) befinden. Bei Familie Urban entstanden durch den Rückstau aus dem Kanalnetz wiederholt Schäden am und im Gebäude. Um sich vor weiteren Vorfällen dieser Art zu schützen und den dauerhaften Werterhalt der eigenen Immobilie durch eine bedarfsgerechte Entwässerung des Grundstücks zu sichern, entschieden sich die Hausbesitzer für den Einbau einer Rückstaupumpanlage.

Rückstaucheck

Vorab führten wir vor Ort eine Bestandsaufnahme der Situation, den sogenannten Rückstaucheck, durch. Es galt herauszufinden, wie viele Anschlussstellen im Keller liegen, wie alt die Leitungen sind und wie sich der Leitungsverlauf darstellt. Hierfür wurde das Entwässerungssystem auch mithilfe einer TV-Kamera nach rückstaurelevanten Gesichtspunkten untersucht. Dadurch ergab sich ein konkretes Bild der Rohrleitungen, ihres Zustands und ihrer Lage. Diese Informationen waren Voraussetzung für die weitere Planung mit geeigneten Maßnahmen. „Wir haben uns für den Pumpfix F Comfort von KESSEL entschieden. Mit ihm ist die Abwasserentsorgung auch während eines Rückstaus gewährleistet“, erklärt unser Geschäftsführer Klaus Wiethmann.

Fachgerechter Einbau

Vor dem fachgerechten Einbau der Rückstaupumpanlage Pumpfix F Comfort des Herstellers KESSEL wurden die alten Grundkörper durch Stemmarbeiten entfernt. Im Anschluss daran bauten die Fachmonteure in einem ersten Schritt den Grundkörper in den Revisionsschacht (Bild 1) sowie in einem zweiten Schritt das Technik- und Elektropaket bestehend aus Rückstauverschluss, Pumpe, der optischen Sonde und einem Schaltgerät ein (Bild 2). Die Installation und Inbetriebnahme erfolgte durch den einbauenden Kundendienstmonteur.

Funktionsprinzip der Rückstaupumpanlage

Die neu eingebaute Rückstaupumpanlage ist für durchgehende Abwasserleitungen im Freigefälle bestimmt, die an die Schmutzwasserleitungen angeschlossen sind. Das gewährleistet eine sichere Entwässerung von Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene auch während eines Rückstaus. Im Normalbetrieb, wenn das Abwasser kontinuierlich und energiefrei durch das natürliche Gefälle in den Kanal gelangt, kann das Abwasser frei fließen. Die integrierte, geöffnete Rückstauklappe lässt das Abwasser ungehindert zum Kanal ableiten. Im Fall eines Rückstaus vom Kanal verschließt sich die Rückstauklappe durch Meldung der optischen Sonde über einen Motorantrieb und verhindert damit das Eindringen von Abwasser in die rückstaugefährdeten Wohn- und Kellerräume. Die Entsorgung von anfallendem Abwasser während des Rückstaus erfolgt über eine integrierte Pumpe mit einem Schneidrad. Fällt bei geschlossener Rückstauklappe Abwasser an, kann dies zunächst nicht mehr abfließen. Sobald jedoch ein bestimmtes Niveau durch das zulaufende Abwasser erreicht wird, schaltet sich die Pumpe über eine optische Sonde (Bild 3) automatisch ein. Die Pumpe saugt das Abwasser an, zerkleinert die Feststoffe über das Schneidrad und befördert das Abwasser über eine integrierte Druckleitung gegen den Rückstaudruck sicher in den Kanal. Die integrierte Rückstauklappe verhindert dabei das Zurückfließen aus dem Kanal.

Einweisung und Wartung

Nach der abgeschlossenen Installation und Inbetriebnahme erfolgte für den Eigentümer eine Einweisung in das Gerät. Zudem ist der Betreiber einer Rückstauvorrichtung aufgrund bestimmter Normen dazu verpflichtet, in der Wartung regelmäßige Intervalle einzuhalten. Um diese Vorschriften zu erfüllen, unterstützen wir den Eigentümer im Rahmen unserer Serviceleistungen bis heute bei der fachgerechten Wartung. Zudem verfügt die Rückstaupumpanlage Pumpfix F Comfort über eine im Schaltgerät integrierte Selbstüberwachung, sodass zwischen den erforderlichen Wartungsintervallen eine zusätzlich Kontrolle über das Gerät besteht.

 

Bild 1: Unser Kundendienstmonteur baut den Grundkörper mit Pumpe und Rückstauverschluss in den bestehenden Revisionsschacht und bereitet die weiteren Arbeiten vor.

Bild 2: Das Elektropaket der Rückstaupumpanlage Pumpfix F Comfort besteht aus den optischen Sonden und einem Schaltgerät.

Bild 3: Bei Rückstau schaltet sich die Pumpe ein, sobald die Sonde ein bestimmtes Niveau erfasst, und das Abwasser wird gegen den Rückstau in den Kanal befördert.

Bei Rückfragen können Sie sich während unserer Bürozeiten (Mo.-Fr. zwischen 07:00-17:00 Uhr) jederzeit an uns wenden. Wählen Sie dafür einfach unsere kostenlose Hotline 08000-699007. Unser Not- und Störungsdienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

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