10 Tipps bei Hoch­was­ser

In der Ver­gan­gen­heit haben wir bereits dar­über gespro­chen, was Sie wäh­rend eines Hoch­was­sers tun kön­nen. Immer­hin sind Über­flu­tun­gen aku­te Not­fäl­le und kön­nen mit­un­ter sogar töd­lich enden. Oft aber hin­ter­las­sen sie min­des­tens Schä­den am Gebäu­de und ver­ur­sa­chen hohe Fol­ge­kos­ten. Hoch­was­ser las­sen sich im Kern nicht ver­hin­dern und sind sogar recht schwer vor­her­zu­sa­gen. Selbst moderns­te Anla­gen geben Meteo­ro­lo­gen kei­nen exak­ten Ort für Nie­der­schlag. Das hat bis­wei­len ver­hee­ren­de Fol­gen, denn je nach Topo­lo­gie der betrof­fe­nen Regi­on kann Stark­re­gen den ein oder ande­ren Schnup­fen hin­ter­las­sen – oder kleins­te Bäche über die Ufer tre­ten las­sen. Die Kräf­te der Natur kön­nen sie zwar nicht ver­hin­dern, wohl aber ihre Fol­gen min­dern. Wie das geht? Fan­gen Sie am bes­ten mit die­sen 10 simp­len Tricks an:

1. Ver­si­che­rungs­schutz prü­fen

1. Wie steht es um Ihre Ver­si­che­rung? Hier geht es lei­der mög­li­cher­wei­se um Hick­hack und Klein­ge­druck­tes, denn Ver­si­che­rung ist nicht gleich Ver­si­che­rung. So ist eine Gebäu­de­ver­si­che­rung bei Stark­re­gen und Hoch­was­ser meist nicht aus­rei­chend. Auch eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung deckt mit­un­ter zwar die direk­ten Schä­den eines Sturms ab, nicht aber (immer) die Fol­ge­kos­ten. Infor­mie­ren Sie sich genau zu Ihrer Ver­si­che­rung, fin­den Sie eine gute Ele­men­tar­ver­si­che­rung und hal­ten Sie Not­fall­num­mern wich­ti­ger Hand­wer­ker bereit. Klar ist aber auch: Wenn Was­ser­mas­sen an die Tür klop­fen, ist Ihre Ver­si­che­rung nur ein Stück Papier. Vor den direk­ten Aus­wir­kun­gen eines Hoch­was­sers schützt sie nicht. Über­prü­fen Sie des­halb in den nächs­ten Schrit­ten Ihre Eigen­vor­sor­ge.

2. Rückstau­schutz klä­ren

2. Wie steht es um Ihren Rückstau­schutz? Wir stel­len die­se Fra­ge auf unse­rem Blog mit schö­ner Regel­mä­ßig­keit, weil sie enorm wich­tig ist. In tro­cke­nen Tagen mag nie­mand so recht über eine Rück­stau­si­che­rung im Kel­ler nach­den­ken – wozu auch, wenn das Wet­ter schön ist? Aber glau­ben Sie uns: Wer schon ein­mal sei­ne gesam­te Kel­ler­ein­rich­tung an Rück­stau ver­lo­ren hat, weiß den Wert einer Rück­stau­klap­pe zu schät­zen. Rück­stau tritt immer dann auf, wenn das Was­ser im Kanal etwa auf Höhe der Stra­ßen­ober­kan­te steigt. Dann näm­lich drückt die Flut in die Roh­re umlie­gen­der Gebäu­de. Unge­schütz­te Kel­ler ste­hen in Minu­ten kom­plett unter Was­ser.

3. Infor­miert sein

Wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen gibt es auch vom Bund selbst. Das Bun­des­amt für Bevöl­ke­rungs­schutz und Kata­stro­phen­hil­fe etwa hat 2018 ein Hand­buch zum The­ma Die unter­schätz­ten Risi­ken Stark­re­gen und Sturz­flu­ten her­aus­ge­ge­ben. Unter die­sem Link kön­nen Sie es ein­se­hen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen des BKK fin­den Sie außer­dem hier und hier.

4. Den Kel­ler nicht als Schatz­kam­mer nut­zen

Bei einem Hoch­was­ser ist der Kel­ler meist das ers­te Opfer. Wert­vol­le oder wich­ti­ge Gegen­stän­de soll­ten Sie des­halb lie­ber in ande­ren Gebäu­de­tei­len lagern oder sich dar­auf ein­stel­len, dass beim nächs­ten Hoch­was­ser der Rem­brandt mit dem kost­ba­ren Mobi­li­ar davon­schwimmt.

5. Öltanks sichern

Wuss­ten Sie, dass die meis­ten Fol­ge­schä­den durch Hoch­was­ser gar nicht vom Was­ser selbst kom­men, son­dern von diver­sen Che­mi­ka­li­en? Das liegt dar­an, dass in Kel­ler­räu­men oft Öltanks für Heiz­öl oder etwa Farb­ei­mer gela­gert sind. Ach­ten Sie des­halb unbe­dingt dar­auf, dass Öltanks im Kel­ler fest ver­an­kert und vor Auf­trieb geschützt sind. Andern­falls könn­ten sie auf­schwim­men, plat­zen und die Bau­sub­stanz erheb­lich in Mit­lei­den­schaft zie­hen. Far­be soll­te aus dem glei­chen Grund nicht in Kel­lern gela­gert wer­den – zumin­dest aber soll­ten Sie Farb­ei­mer bei einem dro­hen­den Hoch­was­ser schnell aus dem Kel­ler ent­fer­nen.

6. Rat ein­ho­len

Ihr Kanal­netz­be­trei­ber hat sicher­lich viel Erfah­rung und kennt sich mit Ihrem Wohn­ge­biet bes­tens aus. Scheu­en Sie nicht davor, sich dort oder etwa beim zustän­di­gen Tief­bau­amt Infor­ma­tio­nen zu Hoch­was­ser in der Regi­on ein­zu­ho­len. Fach­män­ni­scher Rat heu­te kann die Schä­den von mor­gen ver­hin­dern.

7. Doku­men­te sam­meln

Wich­ti­ge Doku­men­te soll­ten Sie bes­ten­falls zen­tral an einem Ort sam­meln – und zwar kei­nes­falls im Kel­ler.

8. Vor Hoch­was­ser gewarnt sein

Wenn Sie aus dem Fens­ter schau­en und über­rascht fest­stel­len müs­sen, dass gera­de Hoch­was­ser herrscht, ist es für vor­sorg­li­che Maß­nah­men meist zu spät. Wir emp­feh­len des­halb eine Warn-App von höchst offi­zi­el­ler Stel­le. Das BKK hat für die­sen Zweck NINA ent­wi­ckelt; die Not­fall-Infor­ma­ti­ons- und Nach­rich­ten-App. Mit NINA kön­nen Sie eine bestimm­te Regi­on oder Ihren jeweils aktu­el­len Stand­ort über­wa­chen. Die App warnt vor Gefah­ren aller Art, bei­spiels­wei­se Kampf­mit­tel­fun­de, Gewit­ter oder eben auch Hoch­was­ser. NINA greift dabei auf aller­lei Infor­ma­tio­nen von Bund, Län­dern und Kom­mu­nen zurück.

9. Einen Plan machen

Spre­chen Sie mit Ihrer Fami­lie über das rich­ti­ge Ver­hal­ten bei Hoch­was­ser und erstel­len Sie einen Not­fall­plan mit einer Rol­len­ver­tei­lung für den Ernst­fall. Das kon­kre­te Ver­hal­ten im Not­fall haben wir an die­ser Stel­le in einem Blog­bei­trag für Sie auf­be­rei­tet.

10. Vor­rä­te schaf­fen

Ohne den Teu­fel an die Wand zu malen: Extrem­wett­ereig­nis­se pas­sie­ren lei­der hin und wie­der. Gera­de in Risi­ko­ge­bie­ten soll­ten Sie des­halb Über­le­bens­mög­lich­kei­ten für meh­re­re Tage bis zu einer Woche schaf­fen, etwa durch lan­ge halt­ba­re Lebens­mit­tel in Dosen, Ker­zen, Taschen­lam­pen und bat­te­rie­be­trie­be­ne Radi­os.

Hoch­was­ser las­sen sich zwar nicht ver­hin­dern, aber jeder Ein­zel­ne kann einen Bei­trag zur Min­de­rung der Fol­gen leis­ten. Mit etwas Vor­sor­ge sind auch Sie den Flu­ten nicht schutz­los aus­ge­lie­fert. Wei­te­re Tips zur Gebäu­de­si­che­rung und hoch­was­ser­fes­ten Bau­tei­len wie Fens­tern, Türen und der­glei­chen mehr kön­nen Sie natür­lich auch jeder­zeit bei uns ein­ho­len – nicht umsonst leben wir jeden Tag das Prin­zip “Nie wie­der Was­ser im Kel­ler!”

Bei Rück­fra­gen kön­nen Sie sich wäh­rend unse­rer Büro­zei­ten (Mo.-Fr. zwi­schen 07:00–16:30 Uhr) jeder­zeit an uns wen­den. Wäh­len Sie dafür ein­fach unse­re kos­ten­lo­se Hot­line 08000–699007. Unser Not- und Stö­rungs­dienst steht Ihnen rund um die Uhr zur Ver­fü­gung. Wir freu­en uns auf Ihren Anruf!

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